Rechtsanwalt Suche

Rechtsanwalt in Düsseldorf gesucht? Hier klicken…
Rechtsanwalt in Duisburg gesucht? Hier klicken…
Rechtsanwalt in Oberhausen gesucht? Hier klicken…
Rechtsanwalt in Köln gesucht? Hier klicken…
Rechtsanwalt in Mönchengladbach gesucht? Hier klicken…


Der Rechtsanwalt

Rechtsanwalt ist eine Berufsbezeichnung für einen juristischen Beistand, der im Bereich des Schweizer Rechts auch Advokat genannt wird. Rechtsanwalt ist eine in Deutschland veraltet klingende Bezeichnung, oder Fürsprecher; von germ. rehta, althochdeutsch reht: “richten”, anawalt: “Gewalt”).
Mit der Rezeption des römischen Rechts in Europa wurde das Gerichtsverfahren ab dem Hochmittelalter professionalisiert. In dem Verfahren sind Funktionen entstanden, die zunehmend mit ausgebildeten Juristen besetzt waren. Es bildete sich eine Gruppe von Juristen heraus, dessen Mitglieder eine Partei in der Verhandlung vor dem Gericht vertraten. Diese Mitglieder werden Prokuratoren genannt. Prokuratoren arbeiteten mit Anwälten zusammen, die im Kontakt mit dem Rechtssuchenden standen und Mandanten auch in auch außergerichtlichen Geschäften rechtlich betreuten (Advocaten). Heutzutage gibt es dieses zweigeteilte System von Anwälten, die mit einer Gruppe den Kontakt mit den Mandanten halten und die andere vor Gericht auftritt, nur noch in England. Hier heißen die Prokuratoren „Barrister“ und die Advokaten „Solicitor“. In Kontinentaleuropa ist das zweigeteilte Rechtsanwaltssystem in napoleonischer Zeit beseitigt worden und der Beruf eines einheitlich tätigen Rechtsanwaltes wurde entwickelt.


Aufgabe

Die Aufgabe der Rechtsanwälte ist, den Rechtsstaat zu sichern und den Bürgern zu ihrem Recht zu verhelfen. Jeder Bürger darf sich anwaltlichen Beistand geben lassen. Rechtsanwälte beraten Rechtsuchende über Rechtsvorschriften und über die Beweissicherung, welche als wichtige Voraussetzung für jeden Erfolg in einem Rechtstreit gilt. Im Auftrag einer Partei kann der Rechtsanwalt vor Gericht in einem Strafprozess als Verteidiger auftreten oder im Zivilprozess oder einer anderen Verfahrensart seinen Auftraggeber vertreten. Rechtsanwälte haben für individuelle Rechtsberatung ein weitgehendes gesetzliches Monopol. Das dafür vorhergesehene maßgebliche Rechtsberatungsgesetz soll durch ein völlig neu zu erarbeitendes Rechtsdienstleistungsgesetz abgelöst werden, da es zu großen Teilen noch aus dem „Dritten Reich“ stammt und seinerzeit dazu diente, z.B. jüdischen Anwälten die Berufstätigkeit zu erschweren

Zulassung

Für die Zulassung als Rechtsanwalt ist die Befähigung zum Richteramt, also die Ausbildung zum Volljuristen, Vorraussetzung. Nach dem Einigungsvertrag für Juristen gilt jedoch eine Ausnahme für Juristen, die in der DDR als “Diplomjurist” als Rechtsanwalt tätig waren. Sie durften, auch ohne Volljuristen zu sein, weiter als Rechtsanwälte arbeiten. Der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung für Rechtsanwälte (Vermögensschadenhaftpflichtversicherung) für Beratungsfehler sowie das Bestehen von Kanzleiräumen am Ort der anwaltlichen Zulassung ist nachzuweisen. Anwälte müssen durch die zuständige Rechtsanwaltskammer, in deren Bezirk sie sich niederlassen wollen, zugelassen werden und müssen sich bei Gericht in die Rechtsanwaltsliste eintragen. Rechtsanwälte müssen sich im Diensteid vor der Rechtsanwaltskammer verpflichten, die verfassungsmäßige Ordnung zu wahren und die Pflichten eines Rechtsanwalts gewissenhaft zu erfüllen (§ 12a BRAO).

Die Zulassung für Juristen aus dem EU-Ausland, aus einem Vertragsstaat des Europäischen Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz kann aufgrund einer speziellen Eignungsprüfung erfolgen. Aus dem Gesetz über die Tätigkeit europäischer Rechtsanwälte in Deutschland (EuRAG) ergeben sich die Einzelheiten.

Die zuständige Anwaltskammer kann die Zulassung entziehen, insbesondere bei groben Berufsrechtsverstößen und Überschuldung (Vermögensverfall).

Im Gegensatz zu den Notaren gibt es in Deutschland für Anwälte keine Zulassungsbeschränkung. Deswegen sind die Berufsaussichten für Junganwälte ohne zusätzliche Qualifikationen bzw. während der Ausbildung in Kanzleien gewonnener Berufserfahrungen je nach der Examensnote oft sehr ungünstig. In Deutschland ist die Zahl der Anwälte seit 1995 um ca. 80 % angestiegen. Im Jahre 2006 betrug sie ca. 135000.

Berufsausübung

Rechtsanwalt ist ein freier Beruf, also kein Gewerbe. Deswegen gilt für ihn anwaltliches Berufsrecht. In seiner Tätigkeit wird er von der jeweils zuständigen Rechtsanwaltskammer überwacht.

Interessante Infos finden Sie z.B. auch auf www.verzeichnis-sozialrecht.de